Beim digitalen Videostreaming in HD- oder 4K-Auflösung kommt es nicht allein auf die maximale Download-Geschwindigkeit Ihres Anschlusses an. Entscheidend für eine unterbrechungsfreie Übertragung ist vielmehr die Latenzkonstanz und die Vermeidung von Paketverlusten (Jitter). Hier vergleichen wir die Vor- und Nachteile von WLAN und Ethernet.
1. Warum LAN-Kabel der Goldstandard sind
Ein direktes Netzwerkkabel (Cat. 5e, Cat. 6 oder höher) zwischen Router und Wiedergabegerät bietet folgende unverzichtbare Vorteile:
- Konstante Bandbreite: Keine Schwankungen durch Funkkanalauslastung benachbarter Netzwerke.
- Minimale Latenz: Ping-Zeiten im LAN liegen typischerweise unter 1 ms, was Pufferzeiten drastisch reduziert.
- Keine Dämpfung: Wände, Decken und Möbel schwächen im Gegensatz zu WLAN das Signal nicht ab.
2. Optimale WLAN-Einstellungen, wenn kein Kabel möglich ist
Falls das Verlegen eines Kabels räumlich nicht möglich ist, sollten Sie Ihr Drahtlosnetzwerk wie folgt optimieren:
- 5-GHz-Band bevorzugen: Das 5-GHz-Frequenzband bietet deutlich höhere Datendurchsätze und ist weniger überlaufen als das klassische 2,4-GHz-Band.
- Feste Funkkanäle wählen: Prüfen Sie in Ihrem Router, welche Kanäle in Ihrer Nachbarschaft am wenigsten belegt sind, und meiden Sie überfüllte Standardkanäle.
- Mesh-Repeater mit LAN-Brücke: Nutzen Sie bei größeren Entfernungen Mesh-Systeme, bei denen der Streaming-Empfänger per LAN-Kabel an einen Repeater angeschlossen wird.
3. Bandbreitenbedarf im Haushalt
Für einen einzelnen HD-Stream empfehlen wir mindestens 16 Mbit/s, für parallele Streams auf mehreren Geräten (siehe unsere Tarife für 2 TVs und 3 TVs) entsprechend 50 bis 100 Mbit/s an Ihrem Hausanschluss.
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